Pia Kleine Möllhoff und Sophia Reineke
Pia und Sophia gingen sowohl im Vierer ohne Steuerfrau als auch im Achter an den Start. Im Vierer ohne bot sich ihnen die Chance, sich für die Mannschaftsbildung der diesjährigen U19-Nationalmannschaft zu empfehlen. Dafür musste ein Sieg gegen die Kombination aus Bayern her, die bei der Regatta in Hamburg noch die Nase vorn gehabt hatte.
Gemeinsam mit Jonna Thiebes (Leverkusen) und Meike Mattheis (Mülheim) erwischten sie einen hervorragenden Start und übernahmen früh die Führung. Mit rund drei Viertel Bootslängen Vorsprung passierten sie sowohl die 1.000-Meter- als auch die 1.500-Meter-Marke. Im letzten Streckenviertel sorgten jedoch Steuerprobleme dafür, dass das Rennen noch einmal spannend wurde. Dennoch verteidigten sie ihren Vorsprung und durften sich am Ende über die Goldmedaille freuen.
Im Achter gingen die beiden für die NRW-Auswahl an den Start. Hier gelang der Mannschaft leider kein optimales Rennen, sodass sie nicht an die starken Ergebnisse der Regatten in München und Hamburg anknüpfen konnte. Dennoch reichte es für den dritten Platz und die Bronzemedaille.
Für Pia und Sophia steht nun die Mannschaftsbildung in Berlin an. Dort müssen sie sich erneut auf dem Ergometer sowie im Messboot beweisen. Anschließend entscheiden die Bundestrainer über die Besetzung der Nationalmannschaftsboote.
Caroline Köhler
Ein goldenes Wochenende erlebte Caroline Köhler. Im Leichtgewichts-A-Juniorinnen-Doppelzweier ließ sie gemeinsam mit ihrer Partnerin Emilia Loecken (RV Bochum) nichts anbrennen. Mit einem Vorsprung von zehn Sekunden dominierten die beiden das Feld und sicherten sich souverän den Deutschen Meistertitel.
Auch im Leichtgewichts-Doppelvierer durfte Caroline Gold bejubeln. Hier verlief das Rennen deutlich enger. Rund 300 Meter vor dem Ziel setzte Schlagfrau Caroline jedoch entscheidende Impulse und riss ihre Mannschaft mit. Das Team konnte noch eine Bootslänge Vorsprung herausfahren und verdient den zweiten Meistertitel des Wochenendes feiern.
Carolina Guerra Gonzáles
Einen bitteren Start in den Finaltag erwischte Carolina Guerra Gonzáles. Gemeinsam mit ihrer Partnerin Beta van Emmerich (ETUF) hatte sie im B-Juniorinnen-Doppelzweier in dieser Saison noch kein Rennen verloren.
Entsprechend hoch waren die Erwartungen für das Finale. Ein folgenschwerer Fehler direkt beim ersten Schlag brachte die beiden jedoch aus dem Rhythmus und verhinderte ihre sonst so starke Startphase.
Trotzdem kämpften sich Carolina und Beta wieder an die Spitze heran und setzten die Konkurrenz unter Druck. Im Ziel lagen die ersten vier Boote innerhalb von nur 1,5 Sekunden. Leider belegten die beiden den undankbaren vierten Platz und verpassten nur knapp eine Medaille.
Am Nachmittag waren die Tränen getrocknet. Im Essener B-Juniorinnen-Vierer zeigte Carolina gemeinsam mit ihrer Mannschaft eine starke Leistung. In einem spannenden Rennen mit den Booten aus Magdeburg und Hamburg sicherte sich die Crew die Silbermedaille.
Franziska Henk und Jule Breuer
Franziska Henk war gemeinsam mit Era Lubisch (EWRC) im Leichtgewichts-B-Juniorinnen-Doppelzweier in dieser Saison ungeschlagen. Auch bei den Deutschen Meisterschaften ließen die beiden keinen Zweifel an ihrer Klasse aufkommen. Nach einer souveränen Qualifikation für das Finale bestimmten sie dort das Rennen von Beginn an. Mit beeindruckenden sechs Sekunden Vorsprung wurden sie verdient Deutsche Meisterinnen.
Auch im Leichtgewichts-Doppelvierer hatte sich die Mannschaft mit Steuerfrau Jule Breuer viel vorgenommen. Jule führte ihr Team konzentriert durch ein hart umkämpftes Rennen gegen die Konkurrenz aus Bayern und Witten. Der Einsatz wurde mit der Silbermedaille belohnt.
Max Rosenbaum und Jakob Fistera
Im Vierer ohne Steuerfrau der B-Junioren zeigten Max Rosenbaum und Jakob Fistera gemeinsam mit ihren Mannschaftskollegen ein beherztes Rennen. In ihrem vielleicht stärksten Saisonrennen kämpften sie bis kurz vor Schluss um die Bronzemedaille. Am Ende mussten sie sich jedoch mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben.
Trotzdem können sie stolz auf ihre Leistung sein, denn sie gaben zu keinem Zeitpunkt auf und blieben bis ins Ziel ein ernsthafter Konkurrent im Kampf um die Medaillenränge.
Lotte Heseding und Moritz Döppner
Lotte Heseding startete im Juniorinnen-Vierer mit Steuermann in einer NRW-Kombination. Gesteuert wurde das Boot von Moritz Döppner. Bereits im Vorlauf qualifizierte sich die Mannschaft für das Finale. Dort zeigte die Crew erneut ein starkes Rennen. Moritz motivierte sein Team immer wieder und so sprang am Ende ein guter fünfter Platz heraus.
Julia Döppner
Im stark besetzten Feld der B-Juniorinnen-Vierer musste sich Julia Döppner mit ihrer jungen Mannschaft durch mehrere Läufe kämpfen und zudem ein anspruchsvolles Halbfinale überstehen. Bereits der Finaleinzug war daher ein großer Erfolg.
Im Endlauf konnte das Team allerdings nicht ganz an die besten Leistungen der Saison anknüpfen und belegte den sechsten Platz. Dennoch darf Julia auf eine starke Meisterschaft zurückblicken. Nach einem schwierigen Winter erreichte sie bereits in ihrem ersten Juniorinnen-Jahr das Finale einer Deutschen Meisterschaft.
Lennart Loer
Bei den U23-Senioren absolvierte Lennart Loer seine erste Deutsche Meisterschaft und wusste direkt zu überzeugen. Im Doppelzweier arbeitete er sich gemeinsam mit seinem Partner von Rennen zu Rennen besser in den Wettkampf hinein und belegte am Ende einen starken zehnten Platz.
Auch im Doppelvierer gelang ihm ein gelungener Einstand. Der fünfte Platz war die verdiente Belohnung für seine erste intensive Trainingssaison und ein deutliches Zeichen dafür, dass er im Seniorensport angekommen ist.
Leider keine Finalteilnahme
Für einige RaB-Sportlerinnen und Sportler endete die Meisterschaft früher als erhofft. Aufgrund der extremen Hitze wurde der Zeitplan angepasst und Hoffnungsläufe am Freitag gestrichen. Zudem wurden am Finaltag keine B-Finals ausgetragen, sodass nur die Plätze 1 bis 6 ausgefahren wurden.
Dennoch vertraten auch folgende Athletinnen und Athleten den RaB würdig bei den Deutschen Jugendmeisterschaften:
- Daniel Niedergethmann im Junioren-A-Zweier ohne Steuermann
- Timo Schwabe und Henry Brode im Junioren-B-Doppelvierer
- Frederik Reuleaux und Leo Hasenberg im Junioren-B-Doppelzweier
- Jonathan … im Junioren-B-Doppelzweier
- Martha Buiting im Juniorinnen-B-Doppelvierer
Fazit
Mit den Deutschen Jugendmeisterschaften geht eine erfolgreiche Saison zu Ende. Der RaB kann mit Stolz auf einen äußerst erfolgreichen Nachwuchs blicken. Fünf Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen sind ein eindrucksvoller Beleg für die starke Arbeit aller Sportlerinnen, Sportler und Trainer.
Der gesamte Verein gratuliert herzlich zu diesen hervorragenden Leistungen und drückt Pia und Sophia für die bevorstehende Mannschaftsbildung die Daumen. Vielleicht dürfen wir schon bald wieder über internationale Erfolge im Deutschland-Achter bzw. im Nationaltrikot jubeln.
Bericht: Thomas Wichelhaus
Fotos: meinruderbild.de